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Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Sanitätsdienste

Mit Entscheidung des Landkreises Görlitz gehört der Rettungsdienst nach rund 30 Jahren Erfahrung in Notfallrettung und Krankentransport ab 1. Februar 2021 nicht mehr zum ASB.

Eine Ära endet - Ein einfaches „Tschüss, ich bin dann mal weg“ ist zu wenig.

Wir als ASB Görlitz waren bislang für den Rettungsdienst im Bereich Görlitz und Niesky zuständig und haben uns auch für die kommenden sieben Jahre beworben, leider ohne Erfolg. Schlussendlich verlieren wir zum 01.02.2021 gemeinsam über Jahrzehnte hinweg aufgebaute Strukturen, unsere Mitarbeitenden sowie eine wichtige satzungsmäßige Aufgabe des ASB als Wohlfahrtsverband. 

Wir bedanken uns bei unseren treuen Partnerfirmen für die gute Zusammenarbeit.

Besonderer Dank gilt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, welche einen unermüdlichen Einsatz im Zeichen der Menschlichkeit erbracht haben und auch weiter erbringen werden. Der Erfolg des ASB-Rettungsdienstes wird durch ihre Arbeit erst möglich. Sie alle haben sich im vergangenen Jahr mit großem Engagement für den ASB eingesetzt und oft auf ihre privaten Interessen verzichtet. Das ist nicht selbstverständlich. Dafür ein großes Dankeschön. 

Für die persönliche und berufliche Zukunft wünschen wir alles Gute.

Aufsichtsrat und Geschäftsführung/29.01.2021

 

Danke für eure Arbeit und einen sehr guten Beginn in den neuen Wachen wünsche ich euch...

Facebookauszug vom heutigen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglied Hardy Kliese/17.01.2021

 „Demnächst geht eine Ära für den ASB Görlitz zu Ende. Nach 30 Jahren werden wir keinen Rettungsdienst mehr fahren. Das ist ungewohnt und unwirklich. Als ich im Dezember 1990 beim ASB Ortsverband Görlitz zu arbeiten begann, war von Beginn an klar, dass wir uns am Rettungsdienst beteiligen werden. Dr. Rolf Weidle, der damalige Chefarzt der Schnellen Medizinischen Hilfe und Dr. Rüdiger Adam, in dieser Zeit der Vorstandsvorsitzende des Ortsverbandes, setzten alle Hebel in Bewegung, dieses Ziel zu erreichen. Das Bewerbungsprozedere war 1990/1991 noch nicht so komplex und ökonomisch bestimmt, wie es heute so bedeutend ist.

Am 1. Februar 1991 ging es dann los mit Markus Cording als Rettungsdienstleiter und Andreas Wünsche als sein Stellvertreter. Einige der alten Hasen sind auch noch dabei, wie Matthias Friedrich um nur einen stellvertretend zu nennen. Zu vergessen auch nicht die alten Hasen des DRK, welche nach der Ausschreibung zum ASB Rettungsdienst gekommen sind. Diese geballte Ladung an Erfahrung war und ist ein Glücksfall für den Rettungsdienst in Görlitz. Ich erinnere mich gern an diese Zeit, in der es noch nicht so administrativ zuging und die Initiative des Einzelnen dem Rettungsdienst des jungen ASB so gut taten.

DRK und ASB fuhren den Rettungsdienst paritätisch und der Umgang war respektvoll. An einige große dramatische Einsätze erinnere ich mich auch noch sehr genau, wie den Unfall auf der B6. Als diese schwere auch emotional schwere Aufgabe vorbei war, saßen wir noch eine Weile zusammen. Das habe ich nie vergessen, sowas schweißt zusammen.

Der ASB gibt den Staffelstab weiter. Die Frauen und Männer des Rettungsdienstes mit all ihrer Erfahrung, Leidenschaft und Liebe für ihren Beruf sind weiterhin da. Wie in einer persönlichen Beziehung sagt man zu wenig, wie sehr man den anderen schätzt. Danke für eure Arbeit und einen sehr guten Beginn in den neuen Wachen wünsche ich euch."

Hardy Kliese, 1991 Geschäftsführer beim ASB Görlitz

Sächsische Zeitung Görlitz - 1991

Information zum Vergabeverfahren

Mit Bedauern haben wir die Entscheidung des Landkreises zum Vergabeverfahren des Rettungsdienstes zur Kenntnis genommen. Nach einem viermonatigen Ausschreibungsmarathon und über 30 Jahren Erfahrung gehören die Notfallrettung und der Krankentransport ab Februar 2021 nun nicht mehr zum ASB Görlitz.

Wir haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv in das Ausschreibungsverfahren eingebunden, um gemeinsam den Rettungsdienst beim ASB ab 2021 zu gestalten. All unsere im Angebot integrierten Maßnahmen zielten, neben dem Erhalt des qualitativen und zuverlässigen Rettungsdienstes und Krankentransportes, auf die Mitarbeitergewinnung, -bindung und -zufriedenheit ab. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind unserer höchstes Gut.

Erst Anfang dieses Jahres wurde mit der vereinten Dienstleistungsgesellschaft ein Haustarifvertrag nach TVöD abgeschlossen. Zudem standen unter anderem die Einführung des betriebliches Gesundheitsmanagements, zahlreiche Fort- und Weiterbildungen sowie Teambildung auf der Agenda. Das wir nun nicht die Chance erhalten unsere Ideen umzusetzen, das Berufsbild zu revolutionieren und uns als attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren, stimmt uns traurig.

Aufgrund der wirtschaftlichen Platzierung unseres Angebotes, der dadurch geringen Aussichtschancen auf Erfolg und des beträchtlichen Prozesskostenrisikos ist die Einlegung eines Nachprüfungsantrages bei der Vergabekammer im Rahmen der festgelegten Frist nicht erfolgt.

Wir hoffen, vor allem für unsere Mitarbeiter/-innen, dass der Betriebsübergang reibungslos verläuft und dass der neue Leistungserbringer den qualitativen medizinischen Versorgungsansprüchen der Bürger des Landkreises ebenso wie wir entspricht.

Görlitz, 01.09.2020

Geschäftsführerin Silke Lorenz

 

Im Notfall 112

Wo ist es passiert?  Was ist passiert?  Wie viele Verletzte?  Welche Verletzungen?  Warten auf Rückfragen! 

Unsere Aufgabengebiete umfassten bis 31.01.2021

  • qualifizierter Krankentransport
  • Notfallrettung mit Rettungstransportwagen (RTW) und Notarzteinsatzfahrzeug (NEF)
  • Sanitätsdienstliche Absicherung von Veranstaltungen
  • Mitwirkung im Katastrophenschutz des Landkreises
  • Ausbildung zum Notfallsanitäter bzw. zur Notfallsanitäterin
  • Praktika in der Ausbildung zum Rettungssanitäter bzw. zur Rettungssanitäterin
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Die Rettungswachen

Neben der Hauptwache Görlitz in der Reichertstraße 112 (Foto), der Rettungswache Görlitz Leschwitzerstraße und der Außenwache Reichenbach gab es die Hauptwache Niesky mit den Außenstellen Mücka und Rothenburg. Im Notfall kamen die Einsatzfahrzeuge in den jeweiligen Versorgungsbereichen zum Einsatz.

Die ASB Rettungsdienst und Katastrophenschutz gemeinnützige GmbH ist nach der DIN EN ISO 9001: 2015 zertifiziert.

Die 87 bis 31. januar 2021 hauptamtlichen Mitarbeiter*innen der ASB Rettungsdienst und Katastrophenschutz gemeinnützige GmbH wurden durch 20 ehrenamtliche Mitarbeiter*innen unterstützt. Da die ASB-Rettungswachen Görlitz und Niesky den Status "staatlich anerkannte Lehrrettungswache" besaßen, gehörten pro Jahr bis zu u 8 Auszubildende zum ASB-Team.

Sanitätsdienst im Einsatz

Medizinische Absicherung von Veranstaltungen - ob Fussballspiel, Konzert oder Großveranstaltung: Wenn viele Menschen zusammenkommen, muss im Notfall die medizinische Erstversorgung gewährleistet sein. Auch dafür waren die hauptamtlichen Mitarbeiter*innen der ASB Rettungsdienst und Katastrophenschutz gemeinnützige GmbH mit dem organisationseigenen RTW vor Ort und halfen in Notsituationen. 

Jährlich führten wir ca. 25 Absicherungen durch. Größte Herausforderung auf diesem Gebiet war dabei der alljährlich stattfindende Görlitzer Europamarathon.

Der ASB Rettungsdienst - am Beispiel von Pforzheim-Enz.

Eine Übung: Rettungsdienst und Feuerwehr Görlitz - mit freundlicher Genehmigung von Dieter Elmer/2016