Geriatrie-Netzwerk Ostsachsen

"Nicht der Mensch hat am meisten gelebt, welcher die höchsten Jahre zählt, sondern der, welcher sein Leben am meisten empfunden hat."

Gemeinsame Sorge um Menschen mit Demenz

Die Behandlung hochbetagter Menschen ist immer eine komplexe, denn meist leiden sie zugleich an mehreren Beeinträchtigungen. Diese Patienten können stationär oder teilstationär im Geriatriezentrum des Görlitzer Klinikums versorgt werden. Direktor Dr. Stefan Zeller erklärt: „Geriatrie ist das Fachgebiet der Altersmedizin, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Selbstständigkeit der Betroffenen lange zu erhalten bzw. sie wieder herzustellen. Dabei arbeiten hier verschiedene Professionen, wie der ärztliche Dienst, Pflegedienst, Physio- und Ergotherapie, Sozialdienst bzw. Psychologen, interdisziplinär zusammen, um einen möglichst optimalen Behandlungserfolg zu erzielen."

Hilfsangebote über den medizinischen Klinikalltag hinaus werden vom Geriatrie-Netzwerk Ostsachsen bereitgehalten. Das Netzwerk verknüpft Einrichtungen, die mit den Bedürfnissen älterer Menschen zu tun haben, um die Versorgung Hochbetagter sicherzustellen: stationäre Einrichtungen, Pflege- und Hospizdienste, Ärzte, soziale Institutionen, Selbsthilfegruppen und Kostenträger in der Region. Ziel ist es, den älteren Menschen die für ihre individuelle Situation nötigen Hilfen zum richtigen Zeitpunkt, im notwendigen Umfang und möglichst wohnortnah anzubieten. Hierfür steht die umfangreiche Homepage des Netzwerkes zur Verfügung. Eine weitere Zielstellung des Netzwerkes ist derAufbruch von Monostrukturen im Landkreis Görlitz und der Aufbau eines Versorgungsnetzwerkes zwischen ambulanten, teilstationären und stationären Leistungserbringern. Auch die Identifikation des geriatrischen Patienten sowie die Koordination dessen Versorgung sind Schwerpunkte der Netzwerkarbeit.

Das Geriatrie-Netzwerk Ostsachsen leistet aber noch viel mehr, insbesondere im Rahmen der Aufklärung über eine der häufigsten Erkrankungen älterer Menschen: Demenz. Der Landkreis Görlitz hat derzeit rund 284.790 Einwohner, knapp 72.000 davon sind 65 Jahre und älter und von diesen sind wiederum fast 7.000 an einer Form von Demenz erkrankt.Von den Netzwerkkoordinatorinnen Denise Menzel und Juliane Haymerle werden deshalb  vor diesem Hintergrund gemeinsam mit verschiedenen Netzwerkpartnern zielgerichtete Mitarbeiterschulungen für verschiedene Berufsgruppen angeboten. Bei den Mitarbeitern wächst damit der Bedarf an Aufklärung, Informationen und Austausch über den richtigen Umgang mit den Be­troffe­nen.